Holzheim (amp). „Riesenklassenunterschied.“ So lautete die Schlagzeile nach dem Vorjahres-Gastspiel der HSG Groß-Bieberau/Modau bei der HSG Pohlheim.
Holzheim (amp). „Riesenklassenunterschied.“ So lautete die Schlagzeile nach dem Vorjahres-Gastspiel der HSG Groß-Bieberau/Modau bei der HSG Pohlheim. Da hatten die Mittelhessen trotz guter Besetzung klar mit 28:37 gegen das Team aus dem Odenwald verloren. Wer sich diesmal die Aufstellung der Pohlheimer vor dem Anpfiff der Begegnung der Handball-Regionalliga anschaute, der konnte nur Schlimmeres befürchten. Denn zur stattlichen Phalanx der fehlenden verletzten Spieler, unter anderem vier (der fünf) Linkshänder, musste kurzfristig noch Torben Weinandt aus beruflichen Gründen ersetzt werden. Dazu standen auch keine Aushilfen aus der A-Jugend zur Verfügung.
So mutet die 31:34 (18:20)-Niederlage gegen den Tabellendritten gar nicht einmal so schlimm an. „In der zweiten Halbzeit hatten wir eine Phase, wo wir einige schwache Abschlüsse genommen haben“, wollte Pohlheims Trainer einen möglichen Punktgewinn auch gar nicht einmal so weit fortschieben. „Wenn man das Ganze sieht, dann haben wir das sehr, sehr ordentlich gemacht“, fasste er zusammen. So bescheinigte er gerade seinen linken Rückraumspielern Romeo Rejab und Phil Schwing („Er hat sein erstes richtiges Spiel bei uns gemacht“, so Weber) eine ordentliche Leistung. Zusammen trugen sie neun Tore zur Bilanz der Blau-Weißen bei.
Das sei auch von den Zuschauern honoriert worden, freute sich der Pohlheimer Coach. Allerdings müssten nach den Begegnungen gegen die Spitzenteams auch wieder Punkte her, hat der Hüttenberger in Pohlheimer Diensten vor allem den nächsten Samstag mit dem Heimspiel gegen die SG Bruchköbel im Blick.
Gegen Groß-Bieberau um Trainer Thomas Weber war die letzte Führung der gastgebenden HSG schon beim 2:1 durch Leon Frenko (3. Spielminute) zu notieren. Danach nahmen die Gäste das Heft in die Hand und setzten sich auch auf 5:9 durch Robin Hübscher (12.) ab, aber die Blau-Weißen schlossen immer wieder bis auf zwei Treffer auf. So auch beim 18:20 zur Halbzeit. „Die 31 geworfenen Tore sind in Ordnung, alleine die 34 gefangenen schmerzen etwas. Allerdings hat ja Bieberau auch einige Qualität“, urteilte Mario Weber, der gegen den Rangdritten immer mal wieder die gewohnte 3:2:1-Abwehr durch andere Varianten ersetzte, um den Spielfluss des Gegners aus dem Rhythmus zu bringen. Dennoch stand es zwischenzeitlich 24:29 (48.), ehe Pohlheims mit neun Toren bester Werfer Lukas Ott quasi mit dem Schlusspfiff zum 31:34 einnetzte.
Pohlheim: Schlegel, Laudt; Schwing (4), Rejab (5), Hantl (2), Neul (4), Dahlhaus (2), Ott (9/4), Frenko (5), Well.
Groß-Bieberau: Juzbasic, L. Trautmann (1); Jajic (8), Günther, Kunzendorf (9/1), Lubar (1), Hübscher (3), König (1), Weber (3), Schenkel (4), Becker (3), M. Trautmann (1). Schiedsrichter: Mäkitalo/Schäfer (Glashütten). – Zuschauer: 320. - Zeitstrafen: 12:4 Minuten. – Siebenmeter: 4/4:1/2.
