Was für ein Nervenspiel. Die männliche C-Jugend II der HSG Pohlheim hat am Sonntag in der Sporthalle Holzheim einen 33:31-Sieg (17:13) in der Bezirksliga gegen die JSGmC Florstadt/Friedberg herausgeholt– doch der Weg dahin war alles andere als einfach. Pohlheim legte furios los.
Innerhalb von neun Minuten hieß es bereits 9:1, der Gegner nahm früh seine erste Auszeit. Doch die JSGmC ließ sich davon nicht beeindrucken und kam bis auf 9:6 heran. Eine eigene Auszeit der Gastgeber stoppte den Lauf, Pohlheim stabilisierte sich und brachte eine 17:13-Halbzeitführung in die Kabine. Komfortabel, aber nicht beruhigend.
Die zweite Hälfte geriet zur Zitterpartie. Florstadt egalisierte mehrfach den Rückstand und übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung. Beim Stand von 28:29 war die Niederlage zum Greifen nah. Zur Gesamtatmosphäre gehörte dabei auch die Kulisse: Die Partie zog emotional engagierte Anhänger auf beiden Seiten an, und besonders die mitgereisten Fans der Gäste sorgten dafür, dass neben dem Spielfeld fast ebenso viel Feuer brannte wie auf ihm. Für die jungen Pohlheimer war das eine zusätzliche Bewährungsprobe – die sie ebenfalls bestanden haben. Mit einer starken Schlussoffensive drehten sie das Spiel auf 33:31.
Valentin Vedat Vogel war mit 14 Treffern der überragende Akteur und der entscheidende Faktor in den hitzigen Schlussphasen. Eliah Sharif Pour steuerte sieben Tore bei, Henri Jung fünf. Matti Sebastian Saure verwandelte den einzigen Pohlheimer Siebenmeter sicher und erzielte insgesamt vier Treffer. 33 Tore aus sieben verschiedenen Schützen – eine Breite, auf die das Team aufbauen kann.
Florstadt/Friedberg war kein einfacher Gegner. Friedrich Lederer war mit 13 Toren eine echte Konstante und hielt sein Team immer in Reichweite. Auch Magnus Gustav Monschau (7 Tore) und Jaron Zschocke (4 Tore) sorgten dafür, dass Pohlheim sich nie zurücklehnen konnte.
Ein Sieg mit Lernpotenzial und viel Moral. Die zweite Hälfte hat gezeigt, dass diese Mannschaft auch unter Druck zurückfinden kann. Genau das wird in der Bezirksliga immer wieder gefragt sein.
